GESELLSCHAFT ZUR VERBREITUNG VON INFORMATIONEN
ÜBER DIE GLAUBENS- UND SITTENLEHREN MARTIN LUTHERS:

 

Die Neo-Lutheraner

   

Online-Dokumentation

 
Wer waren die Bauern, dass Luther sie töten ließ?
 

Die Bauern

Warum ging Luther so konsequent gegen die Bauern vor? Ein Artikel der MAIN POST vom 1.4.2000 bringt neue Erkenntnis:

„Der Name „Bauernkrieg“ täuscht über die Breite der Bewegung vor 475 Jahren hinweg. Gerade in Franken war der Bauernkrieg eine „Christliche Vereinigung oder „Christliche Brüderschaft“ gegen die „Pfaffenherrschaft“. Klerus und Adel sollten ihre Privilegien auf Kosten einer staatsbürgerlichen Rechtsgleichheit aufgeben. Die Pfaffen und Prälaten sowie die Adligen sollten wie alle ihr Brot mit ehrlicher Arbeit selber verdienen und sich an ein Bürgerrecht halten müssen.“
Entschiedenste Wortführer wären studierte Geistliche oder Laienprediger gewesen und die ganze Bewegung war nicht auf Blutvergießen ausgerichtet sondern hatte eine staatsbürgerliche Rechtsgleichheit zum Ziel: „Innerlich waren die meisten zu einer blutigen Konfrontation wahrscheinlich noch gar nicht bereit.“
„Der Bauernkrieg ist die einzige größere Revolution im Namen Christi geblieben,“ schreibt Carlheinz Gräter in der MAIN-POST und „Lange vor Thomas Jeffersons viel gerühmter Erklärung der Menschenrechte 1776, lange vor den Parolen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit der Französischen Revolution 1789, hat die „Christliche Brüderschaft am Main das Prinzip staatsbürgerlicher Rechtsgleichheit proklamiert. Das bedeutete damals eine revolutionäre Kampfansage an die alten Gewalten.“ Damit war die Staatskirche Luthers gefährdet. Deshalb das spätere Blutbad.

Luther spürte intuitiv, dass seine kirchenpolitischen Ziele durch das freiheitliche Gedankengut der „Bauern“ gefährdet wären. Er setzte sich durch und ließ die Bauern töten.

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